General-Anzeiger

Beiträge von Ilse Mohr für den General-Anzeiger
Tageszeitung für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis

Ein Netzwerk für inklusive Arbeitsplätze

Wege aus der Arbeitslosigkeit sind schon schwierig genug. Kommt eine Behinderung dazu, wird es kompliziert. Die „Initiative Inklusiver Arbeitsmarkt Alfter“ will es daher für Arbeitnehmer und Arbeitgeber leichter machen, in der Gemeinde Alfter in einem Beschäftigungsverhältnis zueinanderzufinden.

15.09.2015 General-Anzeiger

Provisorien der Nachkiegszeit sind kein Maßstab für Gastfreundlichkeit

„Sehr schön geworden.“ Häufig fiel dieser Satz, als sich hunderte interessierter Bürger die neue, noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft für 60 Menschen auf der Rathauswiese in Alfter-Oedekoven anschauten. „Ich finde das sehr gut, dass die Leute so gastfreundlich empfangen werden“, sagte eine 75-jährige Frau aus Oedekoven, die mit ihren Eltern während des Zweiten Weltkrieges aus dem Osten fliehen musste. In ihrer ersten festen Unterkunft in Bayern gab es Wanzen, keinen Strom, geschlafen wurde auf Strohsäcken, und das Wasser musste die Mutter von einer Quelle holen.

31.08.2015 General-Anzeiger

„Ich habe das Helfergen. Anders kennt mich meine Familie nicht.“

Fatiha Osselam kam als Kind eines Gastarbeiters mit 15 Jahren aus Marokko nach Deutschland. Heute kümmert sich die 51jährige Hausfrau und Mutter von acht Kindern auf vielfältige Weise in der Gemeinde Alfter ehrenamtlich um Bedürftige und Flüchtlinge. „Wenn man selbst einen Migrationshintergrund hat, fassen die Menschen größeres Vertrauen“.

27.07.2015 General-Anzeiger

Im Hotel Mama wohnt jetzt eine Flüchtlingsfamilie

Das Hotel Mama ist nach dem Auszug der Kinder zu groß und still geworden. Unsere Ex-Bürgermeisterin von Alfter und ihr Mann haben das Haus umgeräumt. In ihrer Einliegerwohnung wohnt jetzt eine Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan.

15.07.2015 General-Anzeiger

Breitbandausbau auf dem Land

Juchhu. Dem Breitbanddesaster in meiner Landgemeinde Alfter geht es an den Kragen. Das nennt man Reporterglück. Diesen Beitrag habe ich besonders gern geschrieben, weil ich unmittelbar betroffen bin.

10.06.2015 General-Anzeiger

Nach dem Berliner Hungerwinter zum Aufpäppeln in den Westen

Nach dem Hungerwinter 1946/47 gibt es in Berlin noch immer nicht viel zu essen. Zum Aufpäppeln schickt Elfride Vogels ihren jüngsten Sohn deshalb im Sommer über die grüne Grenze zu Verwandten in den Westen. Für den 14jährigen Heinz-Jürgen eine abenteuerliche Reise. „Kein Mensch kann sich heute vorstellen, was damals für Verhältnisse herrschten“, berichtet der 81-Jährige rückblickend. „Was Menschen auf sich genommen haben, um wenigstens für kurze Zeit in den Westen zu kommen.“

14.05.2015 General-Anzeiger

Manche haben nur eine Plastiktüte dabei

Wie die Gemeinde Alfter die Erstversorgung von Flüchtlingen meistert. Der Hausmeister richtet nicht nur die Unterkünfte ein. Er ist für die Asylbewerber auch Vertrauensperson, Übersetzer von Behördenpost und Wegbegleiter beim ersten Gang zum Kindergarten oder zur Schule.

19.02.2015 General-Anzeiger

Eine integrative Wohnanlage

Für Senioren, Menschen mit Behinderung und Familien soll in Alfter eine integrative Wohnanlage entstehen. Die Teilnutzung des Geländes für Menschen mit besonderem Wohnbedarf und eine Bebauung zur Sicherstellung einer durchmischten Bevölkerungsstruktur werden im Bebauungsplan ausdrücklich festgeschrieben. Damit haben die Kommunalpolitiker die formalen Weichen für ein wichtiges sozialpolitisches Projekt gestellt.

13.12.2014 General-Anzeiger

Da noch ein Klang, dort noch ein Tusch

Die Aufführungen des Freilichtwandertheaters Alfter tragen von Beginn an Udo Seehausens musikalische Handschrift. Die kann durchaus ungewöhnlich ausfallen, beispielsweise mit Abflussrohren aus dem Baumarkt. Über eine Begegnung mit einem außergewöhnlichen Musiker.

29.11.2014 General-Anzeiger

Auf dem Weg zur Inklusion

„Auf dem Weg“ zur Inklusion. Ausdrücklich und ganz bewusst ist das Konzept der Gemeinschaftsgrundschule Oedekoven so betitelt, die nach den Sommerferien als erster inklusiver Schulstandort in der Gemeinde Alfter an den Start gegangen ist. Ein Leitgedanke dabei ist: „Das System muss sich an die Kinder anpassen, nicht die Kinder an das System“, sagt Schulleiterin Erika Khaliji.

19.09.2014 General-Anzeiger

Fundstücke aus der Römerzeit

Bei einer archäologischen Sicherung auf dem Erweiterungsgelände der Quarzwerke in Alfter-Witterschlick gab es keine spektakulären Funde. Dennoch: Der Müll ist römisch. Also historisch. Und wird säuberlich beschriftet eingetütet.
14.08.2014 General Anzeiger

Volksheilkunde mit Hundekot 

Ortshistoriker Klaus Trenkle hat aufgearbeitet, mit welchen Mitteln man sich im 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert auf dem Land bei Krankheiten behalf. Gegen Fieber wurde beispielsweise weißer Hundekot mit einem Ei verrührt und gebacken. „Man musste dran glauben“, kommentiert Trenkle die Ratschläge eines Rezeptbuches aus dem Jahr 1836.
01.05.2014 General-Anzeiger

Mehr Lebensqualität durch moderne Melktechnik 

Doch, doch. Auch Kühe können mit hochintelligenter Technik umgehen. Auf dem Borkeshof in Alfter-Heidgen hat das Milchvieh erfolgreich den Umgang mit dem automatischen Melkroboter gelernt. Eine enorme Erleichterung für den Familienbetrieb.
22.03.2014 General-Anzeiger

„Et jiddere, die han se netmi all.“ 

Werner Jaroch, Ortsvorsteher und Vorsitzenden des Fördervereins „Haus der Alfterer Geschichte“ hat in dreijähriger Arbeit ein Nachschlagewerk zum Alfterer Platt geschaffen: Platt – Hochdeutsch/Hochdeutsch – Platt. Zum Nachlesen, zum Mitmachen und zum Korrigieren.
09.01.2014 General-Anzeiger

Per Seilsicherung ins Regenrückhaltebecken 

Überschwemmungen im Alfterer Ortskern beunruhigen zunehmend Bürger und Politiker. Erste Gegenmaßnahmen wurden bereits umgesetzt, weitere sind geplant. Prunkstück der jüngsten Präventionsmaßnahmen ist das erweiterte Regenrückhaltebecken am Stühleshof. Wie es in dieser Betonwelt unter der Erde aussieht, hat der Abwasserexperte Rolf Ingo Grünefeld von der Regionalgas Euskirchen dem General-Anzeiger gezeigt.
10.10.2013 General-Anzeiger

Kopfsteinplaster ist für Rollstuhlfahrer fürchterlich 

Laufende. So nennt Dominik Pianka die Menschen, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Und die selten ahnen, wie tückisch der Alltag mit diesem Hilfsmittel sein kann. Der Rollstuhl ermöglicht Selbstständigkeit – aber nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
25.09.2013 General-Anzeiger